
Liebe Mitglieder, Freiwillige und Spender*Innen
Seit der Pandemie haben wir im Solinetz immer weniger BesucherInnen und Freiwillige gehabt. Daher haben wir die Deutschkurse aufgegeben und die Kontaktabende drastisch reduziert. Aus 30 bis 40 wöchentlichen BesucherInnen sind heute nur noch 3-4 geworden (ohne die 2-3 Freiwilligen). Fast alle unserer Asylsuchenden haben unterdessen entweder eine Ausbildung begonnen oder bereits abgeschlossen. Viele sind integriert und haben unsere Hilfe nicht mehr nötig. Sie kommen lediglich noch aus Solidarität und Freundschaft zu uns gelegentlich zu den Treffen.
Neue Asylsuchende werden im Thurgau relativ zeitnah direkt in die Gemeinden vermittelt. Diese Menschen zu erreichen ist schwierig (Datenschutz) und würde viele Freiwillige und ein grosses zeitliches Engagement erfordern, das wir so nicht leisten können und wollen.
In den Durchgangsheimen sind nun mehrheitlich Menschen mit negativem Entscheid, für die eine Integration weder gefordert noch gefördert wird.
Im September 2025 haben wir uns im Vorstand zusammengesetzt und wieder einmal darüber diskutiert ob und wie es weitergehen soll. Der Vorstand war einstimmig der Meinung, dass es uns in dieser Form vermutlich nicht mehr braucht. Wir waren und sind uns einig, dass es
Zeit ist, das Solinetz in dieser Form aufzugeben und den Verein aufzulösen.
Unsere nächste Mitgliederversammlung im Frühjahr 2026 wird also vermutlich, euer Einverständnis vorausgesetzt, auch die letzte sein.
Gemäss Punkt 8 der Statuten vom August 2021 ist festgelegt:
8.1 «Über Statutenänderungen und Vereinsauflösung beschliesst die Mitgliederversammlung mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der anwesenden Mitglieder.»
8.2 «Das bei einer Vereinsauflösung vorhandene Vereinsvermögen wird einer zielverwandten gemeinnützigen, steuerbefreiten Institution zur Verfügung gestellt. Die Verteilung unter die Mitglieder ist ausgeschlossen.»
Wir schlagen den Mitgliedern daher vor den Verein Solinetz Oberthurgau aufzulösen und unser Vermögen an ein oder zwei Vereine zu spenden, die sich auch um Thurgauer Asylsuchende bemühen.
In Frage kommen zum Beispiel: Agathu in Kreuzlingen, Asylex (eine Schweizer NGO, die Geflüchteten online Rechtsberatung anbietet), Solinetz Frauenfeld und Sans-Papier Anlaufstelle in St. Gallen. Wenn ihr noch weitere Ideen habt, lasst es uns bitte wissen. Der Vorstand wird dann an der Jahresversammlung einen entsprechenden Vorschlag machen.
Liebe Grüsse von Präsidium und Vorstand
Cornelia Wetzel, Barbara Imholz, Reza Malek, Tesfalase Johanes und Daniela Rohrer
P.S.: Eine Einladung zur Jahresversammlung erhaltet ihr rechtzeitig mit separater Post.
|
News / Aktuell
Jahresbericht 2024
Was im letzten Jahr bei uns so los war, finden Sie
hier im aktuellen Jahresbericht
Jahresbericht 2024
weitere ständige Angebote von
und für Flüchtlinge finden Sie hier:
externe Angebote
Flyer in A4 als Aushang z.B. am Schwarzen Brett, in Gemeinden oder auch
zum direkt abgeben:
AushangA4.pdf
Sans Papier
Die Gewerkschaft UNIA bietet ausführliche Informationen über die Rechte von Sans
Papiers:
www.unia.ch/sans-papiers
|